grenke AG
Räume für die besten Tage der Woche
Am Hauptsitz von grenke in Baden-Baden gestaltete futureoffice zwei Pilotflächen als Startschuss für einen unternehmensweiten Wandel in Richtung New Work. Die neue Arbeitswelt für zwei Fachbereiche dient als Vorbild für weitere Flächen und Abteilungen.
Ziel des Projekts ist es, Zusammenarbeit, Austausch und Zugehörigkeit zu stärken – und das Büro wieder zu einem Ort zu machen, an dem Menschen gerne zusammenkommen.
Der interne Claim von grenke bringt diesen Anspruch klar auf den Punkt:
Die Tage im Office sollen die besten Tage der Woche sein.
Ein Zielbild, das weit über Gestaltung hinausgeht und Kultur, Haltung und Arbeitsweise gleichermaßen adressiert.
Ausgangslage: neue Arbeitsrealität, neuer Anspruch
Die Arbeitsrealität hat sich in den letzte Jahren deutlich verändert. Einer der beiden Fachbereiche war auf mehrere Gebäudeteile verteilt, während der Pandemie arbeiteten viele Mitarbeitende überwiegend im Homeoffice und es war ganz klar der Wunsch, wieder eine gemeinsame Heimat zu haben, mehr zusammenzukommen. Gleichzeitig stand mit dem Umzug des zweiten Fachbereichs aus der Innenstadt in die Hauptzentrale ein kompletter räumlicher Neustart an.
Die zentrale Frage lautete:
Wie können Arbeitswelten entstehen, die Menschen wieder zusammenbringen, ohne alte Bürostrukturen zu reproduzieren? Wie wird Präsenz sinnvoll, wertschätzend und attraktiv?
Prozess & Haltung: New Work beginnt mit Dialog
futureoffice begleitet grenke ganzheitlich auf diesem Weg. In Vorträgen und Workshops mit Mitarbeitenden und Führungskräften wurde zunächst ein gemeinsames Verständnis von New Work entwickelt. Dabei ging es nicht um Trends oder Möbel, sondern um Arbeitsweisen, Bedürfnisse, Zusammenarbeit und Kultur. Die Ergebnisse aus diesen Beteiligungsformaten bildeten die Grundlage für das räumliche Konzept – konsequent menschenzentriert und strategisch gedacht.
Das Konzept: „Machen Sie Ihr Büro zum Dorf“
Unter dem Leitgedanken „Machen Sie Ihr Büro zum Dorf“ entstand eine Arbeitswelt, die sich bewusst an vertrauten, sozialen Strukturen orientiert. Jeder Bereich ist wie ein Dorf oder Stadtteil organisiert: mit kurzen Wegen, klarer Orientierung und einer Vielzahl unterschiedlicher Arbeitsumgebungen. Offene Strukturen werden gezielt durch funktionale Räume gegliedert. Teamzonen ermöglichen konzentriertes Arbeiten auf der offenen Fläche, ergänzt durch Rückzugsräume, Besprechungsbereiche und schalldichte Kabinen für spontane Telefonate. So entstehen akustische und visuelle Klarheit, ohne Offenheit und Transparenz aufzugeben. Besondere Orte – direkt aus den Workshops entstanden – verleihen der Fläche Identität und Individualität: eine Bibliothek als ruhiger Rückzugsort, ein gemeinsames Süßigkeitenregal als informeller Treffpunkt. Herzstücke der Arbeitswelt sind Orte der Begegnung: eine „Dorflinde“ für kurze Stehmeetings sowie ein Marktplatz, der Raum für Lernen, Austausch und Treffen in größerer Runde bietet.
Gestaltung: Wärme, Ruhe und Wertschätzung
Gestalterisch folgte das Projekt dem Wunsch nach Helligkeit, Ruhe und Natürlichkeit. Die zuvor dunkle, klassisch geprägte Bürogestaltung wurde durch natürliche Farbnuancen, viel Holz, Pflanzen, helle Böden und weiße Glastrennwände ersetzt. Die neue Arbeitsumgebung wirkt offen, freundlich und hochwertig – ein Ort, der Konzentration ebenso unterstützt wie Begegnung.
Umsetzung: ganzheitlich & in kurzer Zeit
Die Umsetzung erfolgte in einer außergewöhnlich kurzen Bauzeit. Nach dem Start im August 2024 wurden beide Pilotflächen parallel umgebaut. Energetische Sanierung, Entkernung, Innenausbau, Möblierung sowie Begrünung wurden eng getaktet und koordiniert. Der erste Fachbereich konnte bereits im Dezember 2024 einziehen, der Zweite folgte im März 2025. futureoffice übernahm dabei die komplette Begleitung: von Change Management und New-Work-Impulsen über Konzept, Planung und Ausführungsplanung bis hin zu Projektmanagement, Steuerung aller Gewerke, Möblierung, Dekoration und Begrünung.
Fazit
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie kultureller Wandel und räumliche Gestaltung ineinandergreifen können. Arbeitswelten entstehen nicht durch Design allein, sondern durch Haltung, Beteiligung und einen ganzheitlichen Blick auf Mensch, Organisation und Raum.
So werden Bürotage wieder zu dem, was sie sein sollen: die besten Tage der Woche.
OFFICE ROXX hat über das Projekt berichtet – zum Blog-Beitrag gehts hier.