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Streik- WarmUp bei futureoffice


  • 9. März 2026
  • 13.00-15.00 Uhr
  • Seminar: Live

ENOUGH! GENUG! YETER!

Frauen*generalstreik am 9. März 2026 – auch in Mannheim

Am 9. März 2026 wird weltweit zum GLOBALEN FRAUEN*GENERALSTREIK aufgerufen.
In Deutschland wird der Protest unter anderem vom Bündnis Enough! Genug! getragen. Über 40 Regionalgruppen sagen inzwischen laut und deutlich: Es reicht. Nicht nur hier, sondern auch international – von Mannheim bis Buenos Aires und Lima.

Auch in Mannheim haben sich seit Dezember 2025 engagierte Menschen zusammengeschlossen, um den 9. März sichtbar zu gestalten. Geplant ist unter anderem eine Streikaktion um 16:00 Uhr auf dem Mannheimer Marktplatz.

Unser Beitrag

Wir gestalten Arbeitswelten.
Und wir wissen: Arbeit ist niemals neutral.

Wer arbeitet, unter welchen Bedingungen, mit welcher Bezahlung, mit welcher Sicherheit – das sind Fragen von Macht, Struktur und Gerechtigkeit.

Als Unternehmen glauben wir:

  • an ökonomische Unabhängigkeit
  • an faire Bezahlung
  • an Respekt und Gleichstellung
  • an eine demokratische Gesellschaft

Deshalb öffnen wir am 9. März ab 13:00 Uhr unseren Showroom im Turbinenwerk für ein gemeinsames Warm-up.

Wir gestalten Plakate, kommen ins Gespräch, teilen Perspektiven und stärken uns gegenseitig.
Um 16:00 Uhr gehen wir gemeinsam zur Streikaktion von Enough! auf den Marktplatz Mannheim.

Die Farben der Kampagne sind Rot und Pink – Zeichen für Entschlossenheit, Sichtbarkeit und Solidarität.


Wir von futureoffice sind dabei. Du auch?


Warum dieser Streik – warum jetzt?

Der Termin ist bewusst gewählt.
Der Internationale Frauentag am 8. März fällt 2026 auf einen arbeitsfreien Sonntag. Zudem findet in Baden-Württemberg am selben Tag die Landtagswahl statt.

Doch feministischer Protest darf nicht im Kalender verschwinden.

Der 9. März ist ein Tag der Verweigerung.
Ein Tag, der sichtbar macht, was sonst als selbstverständlich gilt.
Ein Tag, an dem deutlich wird, wie fragil unser System ist, wenn Frauen* und marginalisierte Menschen ihm nicht zur Verfügung stehen.

Adrienne Goehler, Mitinitiatorin von Enough!, beschreibt es so:

„Der GLOBALE FRAUEN*GENERALSTREIK versteht sich als ein kollektiver politischer Akt, der sichtbar macht, wie unverzichtbar unsere Arbeit ist – und wie fragil ein System wird, wenn Frauen ihm für einen Tag nicht zur Verfügung stehen.“

Frauen* tragen weltweit eine doppelte und oft dreifache Last:
als Mütter, als Care-Arbeitende, als Berufstätige.
Und dennoch verfügen sie im globalen Durchschnitt nur über rund 11 % des weltweiten Einkommens.

Zu lange wurden strukturelle Ungleichheiten hingenommen:

  • systematische Abwertung von Care-Arbeit
  • Gender-Pay-Gap
  • Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt
  • patriarchale Machtstrukturen
  • Einschränkung körperlicher und geschlechtlicher Selbstbestimmung

Gleichzeitig erleben wir eine zunehmende gesellschaftliche Verrohung.
Frauenhass und toxische Männlichkeit stehen nachweislich im Zusammenhang mit autoritären Weltbildern, antidemokratischer Radikalisierung und wachsender Gewaltbereitschaft.

Das betrifft nicht „nur“ Frauen*.
Es betrifft unser gesamtes demokratisches Gemeinwesen.


Der 9. März als offener Raum

Enough! versteht den 9. März bewusst nicht als starres Ritual.
Es geht nicht um eine einzige Form des Protests, sondern um viele Stimmen.

Manche legen ihre Lohnarbeit nieder.
Manche machen Care-Arbeit sichtbar.
Manche gehen auf die Straße.
Manche können nicht streiken – weil sie Sorgearbeit leisten, weil sie ihren beruflichen Status nicht gefährden dürfen oder weil sie nicht mobil sind.

Auch dafür gibt es Raum:
Die Mannheimer Regionalgruppe stellt ein Streik-Care-Paket bereit – für all jene, die nicht physisch teilnehmen können und dennoch Teil der Bewegung sind.


ENOUGH!

Genug systematische Abwertung.
Genug unbezahlte Care-Arbeit.
Genug Gewalt.
Genug Diskriminierung.
Genug politische Rückschritte.

Der Frauen*generalstreik ist kein Randthema.
Er ist ein demokratischer Akt.

Ohne Frauen* und marginalisierte Menschen steht vieles still.
Mit ihnen bewegt sich dieses Land.

Und wir entscheiden uns, Teil dieser Bewegung zu sein.

Enough.